Katakomben von Paris
EuropaDie Katakomben von Paris sind unterirdisch gelegene Steinbrüche in der Hauptstadt Frankreichs. Teilweise wurden diese Katakomben als Beinhaus genutzt. Die Gebeine von etwa sechs Millionen Pariser Bürgern lagerten bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts in den Steinbrüchen.
Das Stollennetz durchzieht fast alle Pariser Stadtteile. Die Gesteine aus den Katakomben von Paris wurden zur Erbauung der Stadt genutzt. Insgesamt gibt es unterirdische Gänge von etwa 300Km, Nebengänge von etwa 100km.
Immer wieder gab es Probleme mit den Steinbrüchen, Bürger waren beunruhigt, da immer mehr Gefahren sichtbar wurden. Es brachen immer wieder ganze Straßenzüge ein, sodass die Katakomben schließlich geschlossen und nur noch zu Lagerungszwecken genutzt wurden.Heute ist ein kleinerer Teil hergerichtet worden, damit Besucher und Touristen sich ein Bild von den Katakomben machen können. Dieser Teil beträgt gerade einmal etwa zwei Kilometer. Hier sind Schädel und Knochenteile ausgestellt. Ein weiterer Teil der Katakomben von Paris gehört der Banque de France. Sie nutzt die Stollen zur Verwahrung des Goldschatzes der französischen Nationalbank.